Waldgesellschaften

 

Pflanzen bilden Gesellschaften. Sie gruppieren sich, unterstützen sich, haben Vorlieben, reagieren auf Einflüsse, verdrängen sich gegenseitig, bilden Konkurrenzen und Unverträglichkeiten aus. Sie verändern sich und bilden ein dynamisches Gefüge.
Die uns umgebende Vegetation bildet einen genauen Spiegel unserer Kultur. Kulturlandschaft ist das Umfeld, in dem wir uns bewegen.  Die Arbeit zeigt typische Wälder unserer umgebenden Kulturlandschaft und Forste, keine sogenannten „Naturwälder“.

In dieser Arbeit untersuche ich Wälder unter dem Aspekt der Vegetationszusammensetzung. Der Begriff „Waldgesellschaften“ kommt aus der Geobotanik. Die unterschiedlichen Standorte und Expositionen führen zu vielfältigen Ausprägungen von Waldcharakteren, die sich inhaltlich präzise beschreiben und abgrenzen lassen
Das Wechselspiel zwischen optischer Vergleichbarkeit bzw. Ähnlichkeit und der Vielfalt der äußeren Erscheinung des Waldes ist der Ausgangspunkt meiner Arbeit.

Die Fotografien sind ähnlich aufgebaut, sie basieren auf einem strengen Gestaltungsraster. Der Vordergrund ist manchmal leer, so daß sich die vertikal ausgerichteten Baumstämme in der mittleren Bildebene wie auf einer Bühne präsentieren, manchmal ist der Vordergrund aber auch geschlossen. Der Hintergrund kann ebenfalls geschlossen oder offen sein. Das untere Bildviertel nimmt der Boden ein, darüber gliedern sich die Baumstämme vertikal auf.

Durch den ähnlichen Bildaufbau lassen sich optisch-visuell Vergleiche zwischen den verschiedenen Wäldern ziehen, im Gegensatz zur vegetationskundlichen Klassifizierung, die auf den inhaltlichen und quantitativen Zusammenstellung der Pflanzen basiert.

Silke Rokitta, 2005

Diplomarbeit, Silke Rokitta, FH Hannover, 2005

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