Zur Ausstellung „Matrix“

Die Künstlerin präsentiert in der aktuellen Ausstellung drei unterschiedliche Werkgruppen – 
Arbeiten mit Düngesalzen, Linoldrucke auf Bütten und eine Stickerei. 
 
Düngesalze wie „Ammoniumsulfat“ oder „Kupfersulfat“ finden normalerweise in der 
Landwirtschaft Verwendung. Während das Künstlerpaar Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger aus 
Kunstdünger pflanzenartige Gebilde entstehen lassen, züchtet Silke Rokitta Kristalle. Damit 
verwandelt sie die zu Pulver oder Granulat verarbeiteten Salze zu Objekten, die aufgrund 
ihrer leuchtenden Farbigkeit und kristallinen Form wie Edelsteine anmuten. Der Prozess der 
Herstellung funktioniert über Aufkochen der Düngesalze in Wasser und die Ablagerung der 
gelösten Moleküle zu Kristallen, wobei durch wiederholtes Erwärmen immer größere 
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Zur Konzeption der „Salze“

Düngesalze ermöglichen hohe landwirtschaftliche Erträge und werden in enormen Mengen ausgebracht, sie lassen Pflanzen wachsen, erhöhen die Qualität, gefährden aber auch während der Herstellung und durch erhöhten Gebrauch das Grundwasser und versalzen den Boden.

Befreit von kommerziellen und sachlichen Aspekten gebe ich den Salzen ihre grundlegende kristalline Struktur wieder. Das Nützlich-Schädliche wird schön. Die umweltbeeinflussende Substanz verwandelt sich in zufällige ästhetische Form, folgt physikalisch-chemischen Gesetzmäßigkeiten, um das zu werden, was sie in ihrer Substanz wirklich ist.

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Ströme

Ströme, LICHT(e)RÄUME # 4

Alles, was lebt, wird durchströmt: von Blut, von Säften, von Wassern und Lymphen.

Elementare Stoffwechselvorgänge innerhalb der Pflanze verwandeln sich in „Ströme“ in wahrnehmbare Impulse. Wir übersetzen die „Ströme“ in  Licht und Ton und ermöglichen so Hinweise auf das üblicherweise verborgene  Geschehen.

Wir kehren die Richtung der Kommunikation um: nicht wir sprechen mit der Pflanze – sondern sie mit uns. Weiterlesen

Re∙la∙tion

 

Vier Fotografien, ausgewählt aus den geerbten Dias des Großvaters, sind gepaart mit vier Fotografien aus dem Archiv der Künstlerin (die Bilder des Großvaters links, die der Künstlerin rechts). Die Bilder sind verwandt: die Motive der Bildpaare ähneln sich und spiegeln Varianten einer bildnerischen Grundsituation.

Inkjetprints auf Hahnemühle Photo Rag

2018

Artist Statement

Ursprünglich in der Dokumentarfotografie und dort speziell in den Themen der Kulturlandschaft verortet, erforsche ich nun in Objekten und Rauminstallationen kristalline Zustände, Serien und Ordnungssysteme, ihre Strukturen, Zeitbedürfnisse, Verwandlungen, Abweichungen und Störungen.

Mich interessieren Grundformen und Naturgesetze: durch künstlerische Interventionen und Wiederholungen formen sich ästhetische und sinnliche Reaktionsmuster.

Momentan züchte ich Kristalle aus Düngesalzen, bilde Konglomerate aus Plüschtieren und verarbeite in Linolschnitten durch das Neolithikum inspirierte visuelle Grundmuster in den Varianten von Strich, Linie und Punkt.

Salze – Objekte und Bildwerke

Silke Rokitta

Salze – Objekte und Bildwerke

04.-26.11.2017, Forum S 15, Hannover

Salze II

Salze II – Neun Einzelkristalle auf entsprechendem Düngesalz in Tonuntersetzer Ø 20 cm, 2015

von links nach recht und oben nach unten:

Patentkali, Monokaliumsulfat, Kupfersulfat, Hakaphos Rot, Hakaphos Grün, Hakaphos Gelb, Kaliumaluminiumsulfat, Bittersalz, Hakaphos Blau